Corona Virus: Antwort auf die 13 wichtigsten Fragen 1

Corona Virus: Antwort auf die 13 wichtigsten Fragen

Sie haben Fragen zum Corona Virus? Hier finden Sie gesicherte Antworten auf die wichtigsten Fragen. Durch einen Klick auf die Frage öffnet sich die dazu gehörige Antwort.

Wenn Sie im Zusammenhang mit einer Infektionskrankheit Fragen zu Ihrer Zahnbehandlung haben, sprechen Sie uns bitte zunächst telefonisch an.

Welche Länder/Regionen sind von Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus betroffen?

Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu Risikogebieten finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts. In Deutschland wurden seit Ende Januar ebenfalls Erkrankungsfälle bestätigt.

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Was wissen wir derzeit über die Ursache des Corona-Virus-Ausbruchs?

Der Ausbruch wird durch ein neuartiges Coronavirus verursacht, das zu der gleichen Gruppe Coronaviren gehört wie das SARS und MERS-Virus. Inzwischen erhielt das neuartige Coronavirus den offiziellen Namen „SARS-CoV-2“. Die neue Atemwegserkrankung, die es auslöst, wird als „COVID-19“ bezeichnet.

Man nimmt an, dass der Vorläufer des neuartigen Coronavirus von Wildtieren stammt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan, in der Provinz Hubei, China, angesteckt haben.

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Welche Symptome werden durch das neuartige Coronavirus ausgelöst?

Wie andere Erreger von Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Fällen waren vier von fünf Krankheitsverläufen mild.

Bei einem Teil der Patienten kann das Virus mit einem schwereren Verlauf einhergehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung führen.

Todesfälle traten allerdings bisher vor allem bei solchen Patienten auf, die älter waren (60 +) und/oder bereits zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten.

In Deutschland sind noch keine Todesfälle aufgetreten.

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Wie wird das neuartige Coronavirus übertragen?

Das Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch-zu-Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen (Küssen, Anhusten, Niesen, o.äh.) oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten. Die neuartigen Coronaviren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob das neuartige Coronavirus auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.

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Wie lange dauert es, bis die Erkrankung nach Ansteckung ausbricht?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Symptome auftreten.

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Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Wie bei der Grippe und anderen Atemwegserkrankungen schützen richtiges Niesen und Husten, eine gute Händehygiene sowie etwa 1 bis 2 Meter Abstand zu Erkrankten auch vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus.

Diese Maßnahmen sind auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten.

Was geschieht, wenn sich das neuartige Coronavirus in Deutschland ausbreiten würde?

Die Auswirkungen des neuartigen Coronavirus für Deutschland lassen sich nicht vorhersagen. Sie könnten mit einer schweren Grippewelle vergleichbar sein: Sollten sich in Deutschland sehr viele Menschen anstecken, muss auch mit schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen gerechnet werden.

Jede/r einzelne kann dazu beitragen, die Verbreitung des Virus einzudämmen! Wir empfehlen:

✔️ Informieren Sie Sich auf den Internetseiten öffentlicher Stellen, die qualitätsgesicherte Informationen zum neuartigen Coronavirus anbieten. Dies sind beispielsweise die Seiten der Bundes- und Landesgesundheitsministerien, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Robert Koch-Instituts. Falls erforderlich, informiert auch das lokale Gesundheitsamt über die entsprechende Situation.

✔️ Verbreiten Sie keine zweifelhaften Social-Media-Informationen. Praktizieren Sie eine gute Händehygiene und richtiges Niesen und Husten.

✔️ Fassen Sie sich möglichst wenig ins Gesicht, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen.

✔️ Halten Sie Abstand von Menschen, die sichtbar an einer Atemwegserkrankung leiden, auch aufgrund der andauernden Grippe- und Erkältungswelle.

✔️ Bleiben Sie bei Erkrankungen generell nach Möglichkeit zu Hause.

Weitere Informationen, wie sich jeder Einzelne auf eine COVID-19-Pandemie vorbereiten kann, stellt das Science Media Center zur Verfügung. Den Link dazu finden Sie in der Videobeschreibung.

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Was sollten Personen tun, die vor kurzem an einem Ort waren, der jetzt unter Quarantäne steht?

Um die Weiterverbreitung des neuartigen Coronavirus bestmöglich zu verhindern, ordnen Behörden verschiedener betroffener Staaten an, dass Hotels, Schiffe, Orte, aber auch ganze Regionen für einen gewissen Zeitraum unter Quarantäne gestellt werden. Dies muss kein Anzeichen dafür sein, dass es dort zu Übertragungen gekommen ist. Oftmals handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, die nach Ausschluss eines Verdachts schnell wieder aufgehoben wird.

Wer davon erfährt, dass ein Ort, an dem er sich kürzlich aufgehalten hat, unter Quarantäne gestellt wurde, sollte sich zunächst über die Medien (z.B. aktuelle regionale Tageszeitung und lokale Radiosender) informieren, aus welchem Grund und für wie lange die Quarantäne verhängt wurde.

Oft besteht kein Grund zur Sorge, z. B., wenn der Erkrankte erst angereist ist, nachdem man selbst bereits abgereist war, oder der eigene Aufenthalt schon 14 Tage oder länger her ist, ohne dass man Krankheitszeichen entwickelt hat.

Wenn berechtigte Sorge besteht, dass eine Ansteckung stattgefunden haben könnte, kann man sich an das zuständige Gesundheitsamt wenden. Dieses kann das individuelle Risiko weiter eingrenzen und ggf. Vorsichtsmaßnahmen empfehlen. Personen, die unter Krankheitszeichen leiden, sollten – nach telefonischer Vorankündigung und mit Verweis auf den unter Quarantäne stehenden Ort – einen Arzt aufsuchen.

Eine weitere Abklärung kann – je nach Schwere der Krankheitszeichen – auch ohne Aufnahme in ein Krankenhaus erfolgen.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen für das neuartige Coronavirus zur Verfügung?

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer. Auch bei den meisten in China berichteten Fällen war der Krankheitsverlauf mild. Bei den in Deutschland bekannt gewordenen Fällen standen bisher meist Erkältungssymptome im Vordergrund.

Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes. Eine speziell gegen das Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit nicht zur Verfügung. 

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Gibt es einen Impfstoff, der vor COVID-19 schützt?

Momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung. Medienberichten zufolge soll in China ein erster Impfstoffkandidat ab Ende April 2020 in einer klinischen Studie erprobt werden.

Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, ist derzeit nicht absehbar.

In vielen Fällen aus der Vergangenheit dauerte die Entwicklung eines sicheren Impfstoffes 12-18 Monate.

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Was sollten Personen tun, die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, oder die aus Regionen zurückkehren, in denen es zu Übertragungen kommt?

Personen, die einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich – auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben und unabhängig davon, ob sie gereist sind oder nicht – an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden.

Das zuständige Gesundheitsamt kann über eine Datenbank des Robert Koch-Instituts ermittelt werden. Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sollten – auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

Beim Auftreten von Krankheitszeichen der Atemwege, sollten Sie richtiges Niesen und Husten, sowie eine gute Händehygiene beachten und eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Es ist wichtig, dass Sie die Praxis zunächst telefonisch kontaktieren. Weisen Sie in dem Gespräch auf Ihre Reise hin und besprechen Sie das weitere Vorgehen, bevor Sie sich in eine Arztpraxis begeben.

Für Reisende aus Regionen, in denen Fälle von COVID-19 vorkommen, gilt: Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach der Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie – nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise – eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten Sie unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben sowie auf richtiges Niesen, Husten und eine gute Händehygiene achten.

Für alle Flugreisende aus China gilt seit dem 15.Februar 2020 ein besonderes Verfahren. Unter anderem werden sie befragt, ob sie Kontakt mit Coronavirus-Infizierten hatten oder sich im Infektionsgebiet aufgehalten haben.

Personen an Bord, die offensichtlich krank sind oder eine ansteckende Krankheit haben könnten, müssen gemeldet werden.

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Warum müssen Kontaktpersonen 14 Tage in Quarantäne?

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verhindert oder zumindest verlangsamt werden.

Hierfür ist es notwendig, die Personen, die Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das neuartige Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde möglichst lückenlos zu identifizieren.

Zudem ist es erforderlich, ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Zeit, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen liegt, in häuslicher Quarantäne zu beobachten.

In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Krankheitszeichen auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann.

Für Kontaktpersonen legt das Gesundheitsamt im Einzelfall das konkrete Vorgehen fest.

Zu den Empfehlungen kann gehören, zuhause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten sowie auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände wie beispielsweise Geschirr und Wäsche nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werden. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich wie üblich gewaschen werden.

Richtiges Niesen und Husten, die Benutzung von Einwegtaschentüchern beim Naseputzen und regelmäßige Händehygiene sind wichtig, damit die Viren im Falle einer tatsächlichen Ansteckung nicht unnötig in der Umgebung verteilt werden.

Angehörige können die Kontaktperson im Alltag zum Beispiel durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden.

Auch können sie helfen, indem sie für gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten. Oberflächen, mit der die betroffene Person in Berührung kommt, wie beispielsweise Tische oder Türklinken, sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger oder alkoholhaltigem Desinfektionsmittel gereinigt werden.

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Besteht die Gefahr sich über importierte Lebensmittel, Oberflächen oder Gegenstände mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken?

Coronaviren, die Atemwegserkrankungen verursachen, werden in der Regel über Sekrete des Atmungstrakts übertragen. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, könnte auch auf diese Weise eine Übertragung stattfinden. Deshalb ist eine gute Händehygiene so wichtig. 

Hingegen ist eine Übertragung über unbelebte Oberflächen bisher nicht dokumentiert. Obwohl Coronaviran auf Oberflächen bis zu 9 Tagen überleben können.

Eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines Erkrankten gehören, wie beispielsweise importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck erscheint unwahrscheinlich.

Generell ist das gründliche Händewaschen ein wichtiger Bestandteil der persönlichen Hygiene und kann vor einer Vielzahl weiterer Infektionskrankheiten wie beispielsweise Magen-Darm Erkrankungen schützen.

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Weitere Fragen zum Coronavirus werden im nachfolgenden Video anschaulich beantwortet.