Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

Zahnfleischentzündung (Gingivitis) erfolgreich behandeln

Bei einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) handelt es sich meistens um eine Entzündung des marginalen Zahnfleischs (Gingiva) durch Bakterien. Die tieferliegenden Bereiche des Zahnhalteapparates sind nicht betroffen. Andere Faktoren bzw. Einflüsse können eine Gingivitis verstärken.

Zahnfleischentzündung (Gingivitis) kann zu einer Parodontitis (Parodontose) führen. Sie zeigt sich in einer hochgradigen und irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates. Die appikale Form geht von der Wurzelspitze aus die marginale hingegen vom Zahnfleischsaum. Erfolgt eine entsprechende Parodontosebehandlung durch den Zahnarzt nicht rechtzeitig können beide Symptome ineinander übergreifen.

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Bakterien

Bakterien effektiv verhindern

Zur effektiven Vorbeugung gegen eine Zahnfleischentzündung gilt es schädliche Bakterien im Mundraum zu verhindern. Dazu gehört die täglich mehrmalige Mundspülung mit einer alkoholfreien Mundspülung und Zähneputzen nach jeder Mahlzeit incl. der Zahnzwischenräume mit Zahnseide. Die Mundspülung sollte einen antibakteriellen Wirkstoff (z. B. Chlorhixidin) besitzen. So bleibt es bei einer angemessenen bakteriellen Besiedelung der Mundhöhle die zur Stärkung der Immunabwehr und zum Schutz der Schleimhäute gewünscht und erforderlich ist. Kommt es allerdings zur Bildung eines dichten Zahnbelags bilden die Bakterien Säure welche den Zahnschmelz zerfrisst.

Schädliche Plaquebakterien erfolgreich bekämpfen

Die Bekämpfung schädlicher Plaquebakterien gelingt am besten mit täglicher Mundhygiene, gesunder/ausgewogener Ernährung und natürlich der Kontrolle durch den Zahnarzt.

Neubildung von Bakterien verhindern

Dies ist ohne großen Aufwand möglich. Sorgen Sie für eine umfassende Mundhygiene und meiden Sie zuckerhaltige Speisen. Vorsicht bei besonders säurehaltigen Nahrungsmitteln wie Zitrusfrüchte, Äpfel, Ananas und Kiwis. Bei ständigem Genuss kann die enthaltene Säure Mineralien aus dem Zahnschmelz herauslösen. So wird die harte Substanz der Zahnoberfläche aufgeweicht.

Mundhygiene mit 3-fach Prophylaxe zur Vorbeugung neuer Bakterienbildung

Die 3-fach Prophylaxe bietet zur Vorbeugung aber auch zur weiteren Vermeidung umfassenden Schutz gegen Karies, Parodontose und Zahnsteinbildung.

Karies

Risikofaktoren für Karies

Dazu zählen Säuren die als Stoffwechselprodukt bei der Verarbeitung von Zucker durch vor allem Streptokokken entstehen und den Zahnschmelz angreifen. Man spricht von Demineralisation. Doch auch unzureichendes Zähneputzen kann zu Karies führen weil Plaque, Bakterien und Säuren nicht ausreichend entfernt werden. Da Karies zu den Infektionskrankheiten gehört ist er ansteckend. Personen mit akutem Krankheitsbild sollten Abstand von anderen Personen halten und am besten auch keine gemeinsamen Gläser usw. nutzen.

Zucker und stärkehaltige Speisen
Gemüse, Obst und sogar Säfte ohne zusätzlichen Zuckerzusatz können negative Auswirkungen haben. Kleinkinder, die dauerhaft Ihr Fläschchen mit süßem Tee oder Saft bekommen können an einer so genannten Nuckelflaschenkaries erkranken.

Zurückweichendes Zahnfleisch
Dies ist die Folge einer ständigen oder dauerhaften Karies. Die Behandlung durch den Zahnarzt ist unabdingbar.

Karies vorbeugen

Zahnreinigung nach jedem Essen
Die gründliche Reinigung der Zähne mit einer nicht zu harten Zahnbürste und der Zahnzwischenräume mit Zahnseide ist zwingend erforderlich um eine schädliche Vermehrung der Bakterien zu verhindern.

Säurebildung durch Zucker u. Stärke weitestgehend vermeiden
Besonders die Disaccharide (Doppelzucker) sind schädlich für eine gesunde Mundflora. Der fast überall enthaltene weiße Haushaltszucker Saccharose bzw. Rübenzucker aber auch der Rohrzucker zählen dazu. Auch die in vielen Lebensmitteln enthaltene Stärke kann schädlich sein. Vorsicht auch beim Genuss von Obst und Obstsäften wie im Abschnitt “ Die Neubildung von Bakterien verhindern“ bereits beschrieben.

Routinemäßige Kontrolle durch den Zahnarzt
Die stetige Kontrolle des Zustandes der Zähne und des Zahnfleisches durch den Zahnarzt ist der beste Garant für gesunde Zähne. Zusätzlich zur Kontrolle alle sechs Monate sollte der Zahnarzt auch eine Zahnreinigung durchführen…

Die verschiedenen Arten von Karies

Zahnhalskaries
Vor allem freiliegende Zahnhälse sind ein hohes Risiko für Zahnhalskaries. Eine Parodontitis ist häufig die Ursache. Besonders sorgfältige Zahnpflege mit einer guten Fluorid haltigen Zahnpasta und kontinuierliche Mundhygiene sind wichtig.

Fissurenkaries
Unterschieden wird zwischen der Längs- und der Querfissur. Ursächlich dringen Bakterien in die Fissuren ein und greifen den dort dünneren Zahnschmelz an wodurch sie tief in die Zahnkrone eindringen können.

Karies an glatten Oberflächen
Sie tritt auf der flachen Außenseite der Zähne auf wenn Bakterien nicht entfernt werden und Plaque sich ansammelt. Eine Behandlung mit Fluor durch den Zahnarzt ist meist mit Erfolg verbunden. Die richtige Verwendung von Zahnseide kann diese Form verhindern.

Wie Karies entsteht

Die im Mund angesiedelten Bakterien ernähren sich von leicht zu verwertendem Zucker wobei sie Säuren ausscheiden. Diese greifen den Zahnschmelz an und entkalken ihn. Im Frühstadium kann zusammen mit dem Zahnarzt eine Remineralisierung des Zahnschmelzes erreicht werden.

Hausmittel bei Zahnfleischentzündung

Die weiche Zahnbürste sowie die Zahncreme ohne scharfe Zusätze sind zu empfehlen. Das Gurgeln mit Salzwasser und die Erhöhung der täglichen Vitamin C Zufuhr sowie die Behandlung mit Teebaumöl, Aloe Vera oder Öl für die Zahnfleischmassage sollten auf jeden Fall vorher abgeklärt werden.

Was tun bei Zahnfleischentzündung

Sofort den Zahnarzt aufsuchen. Er klärt ab, wie weit die Entzündung bereits fortgeschritten ist und berät bezüglich erforderlicher Maßnahmen.
Den Mundinnenraum spülen mit Kamillentee oder Salbeitee kann die Behandlung durch den Zahnarzt nicht ersetzen. Mit desinfizierenden Lösungen spülen hilft um die Gefahr einer Ausdehnung zu minimieren.

Zahnfleischentzündung und ihre Symptome

Gerötetes Zahnfleisch

Achtung! Je stärker das Zahnfleisch gerötet ist umso größer ist die Gefahr dass eine ernsthafte Erkrankung entsteht bzw. schon vorliegt.

Geschwollenes Zahnfleisch

Wie bei gerötetem Zahnfleisch ist auch hier Vorsicht geboten. Blutet das geschwollene Zahnfleisch leicht beim Zähneputzen sollte eine evtl. parodontale Erkrankung durch den Zahnarzt abgeklärt werden.

Blutendes Zahnfleisch

Hier liegt eine Erweiterung der Blutgefäße vor wodurch die Gefäßwände durchlässig werden. Die Durchblutung ist verstärkt und die Gefäßwände werden durchlässig. Eine Gingivitis oder Parodontitis kann die Ursache sein.

Vermindertes Bluten bei Rauchern
Der Grund ist, dass sich durch das Rauchen die Blutgefäße verengen.

Nikotinrauch führt zu schlecht durchblutetem Zahnfleisch
Zahnfleischbluten als Warnhinweis für Parodontose wird dadurch unterdrückt.

Mundgeruch

In den meisten Fällen handelt es sich bei Mundgeruch um eine Störung im Mund-, Nasen- und Rachenraum. Mit einer Gas-Analyse des Atems können Intensität und Ursprung herausgefunden werden.

Zahnschmerzen

Sie sind immer ein Alarmzeichen für Erkrankungen im Bereich der Zähne und/oder des Zahnfleisches

Zähne können sich lockern

Nächtliches Zähneknirschen oder eine Fehlfunktion kommen als Ursache in Frage. Doch auch eine beginnende Parodontitis ist möglich.

Gefährdung von Herz, Kreislauf und Gelenke

Wissenschaftliche Studien belegen, dass kranke Zähne und erkranktes Zahnfleisch zur Herz, Kreislauf und Gelenkerkrankungen führen können.

Mögliche Ursache für Herzinfarkt oder Schlaganfall

Insbesondere der Zahnhalteapparat, steht in enger Wechselwirkung mit der Allgemeingesundheit. Ist er entzündet steigt nachweislich der Zusammenhang mit einem auftretendem Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Ausgeprägte Parodontitis kann Diabetes verschlimmern

Eine Parodontitis wirkt sich negativ auf die Insulinsensitivität aus und erschwert Diabetikern so die richtige Blutzuckereinstellung. Außerdem verdoppelt sich das Risiko eines Herzinfarktes.

Neuere Untersuchungen haben auch einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Brustkrebs bei (Ex-)Raucherinnen festgestellt.

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